100km Biel 2018

 

Bericht von Samira

 

100km von Biel 2018:

 

 

 

Mein Motto heute: I DIDN’T COME THIS FAR TO ONLY COME THIS FAR!

 

 

 

Nachdem der 100km del Passatore leider auf dem Passo Colla bei km 49 mit einem Sonnenstich für mich endete (Ronnie hat mich hier solidarisch mit dem Bus zurück zum Hotel begleitet), kam am Freitag um 22:00 Uhr der Start für den 100km Lauf.

 

 

 

Es war mein 10. 100km Lauf, das 5. Mal in Biel und das bei der 60. Austragung in Biel. Also das musste doch einfach gefinisht werden!

 

 

 

Ronnie begleitete mich als Velo-Coach. Das war mal was ganz Anderes. Er hat einen super Job gemacht, mir all meine Wünsche von den Augen abgelesen und mich wieder zurück nach Biel geführt. Ein grosses Dankeschön an Ronnie!!!

 

 

 

Bis nach Lyss, lief ich mit Martin, unterwegs traf ich noch verschiedene Bekanntschaften. In Lyss wartete dann Ronnie auf mich und weiter ging’s durch die Nacht. Schon bald kam Oberramsern. Also meine Angststrecke war schon mal bewältigt. Bei km 50 mein Motto: so cool, es fehlen nur noch 50km. In Kirchberg gab’s einen grösseren Kleiderwechsel und dann ging’s weiter.

 

 

 

Ab km 65 wollten meine Oberschenkel nicht mehr. Sie waren steinhart und es ging nur noch mit Walking vorwärts. Merci auch an Stefan und Daniela für die Motivation. Auch Dir Martina, merci viu, viu mau für Dini Motivation und dass Du extra cho bisch, ou wenn mir üs verpasst hei.

 

 

 

Bei km 92 machte dann meine Garmin noch schlapp. Es fehlten noch 8km bis ins Ziel. Diese wurden dann auch noch durchgebissen.

 

 

 

Irgendwann kam dann endlich das langersehnte Ziel!  

 

 

 

 

 

 

 

Gondo Event Doppelmarathon2017

 

Bericht von Samira

 

Ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll: Es war ein geniales Erlebnis, mit tollen Helfern, tollen Runners, einer super Organisation, also echt toll!!!

 

Der Gondo-Marathon ist der einzige Zweitages-Doppelmarathon der Schweiz. Gondo liegt ganz hinten einem Tal im Wallis, gleich an der Grenze zu Italien. Aber egal wie weit der Weg ist, dieses Event ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt natürlich auch verschiedene Läufe und nicht „nur“ den Doppelmarathon.

 

Am Freitagabend sind bereits viele Läufer angereist. Man begrüsste sich und suchte sich einen passenden Schlafplatz. Weiter ging’s mit der Startnummernausgabe, Pasta-Party und dann möglichst früh ins Bett, um ausgeruht an den Start gehen zu können.

Am Samstagmorgen ging’s dann von Gondo über den Simplonpass hoch zum Bistinerpass, um dann durch das Nanztal Richtung Ried Brig zu laufen, natürlich mit der obligaten Bachquerung bei der Saltina. (Da es an diesem Tag sehr heiss war, Spitzentemperaturen von bis zu 35°C, war dies eine wahre Wohltat). Schon bei diesem Lauf gab’s eigentlich alles, was das Herz begehrt: Knackige Anstiege, steile Abstiege und sehr schöne Landschaften. Die netten und motivierten Helfer waren die ganze Strecke über für die Läufer da und verpflegten diese ;-)

In Ried-Brig angekommen, gab’s dann erstmal eine Dusche und etwas zu essen. Auch hier gab’s ein feines Znacht und schon bald ging’s zur Erholung ins Bett...

 

Am Sonntagmorgen war der Start zum 2. Marathon. Auch dieser war einfach nur schön: Von Ried-Brig gings über den Schallberg nach Rothwald und dann über den Simplonpass zum Gabi und über den Furggu zurück Richtung Gondo. Diesmal war die Strecke abwechslungsreicher und technisch anspruchsvoller: Ging’s gestern doch vor Allem den Berg hoch, um dann fast 19km nur den Berg runter zu rennen, gab’s heute mehrere An- und Abstiege. Die Strecke war noch schöner als die vom Vortag, die Single-Trails, die Aus-und Weitblicke, einfach genial ;-) Kurz nach Rothwald fand ich einen Laufpartner. Die restliche Strecke sind wir alles zusammen gelaufen, bis ins Ziel... Da es nicht so viele Läufer hat, war man manchmal recht lange ganz alleine unterwegs. Und so schön dies auch ist, gerade am 2. Tag, tut es gut, einfach jemanden an seiner Seite zu haben, um eventuell ein kurzes Schwätzchen zu halten oder einfach auch „nur“ zusammen zu laufen... ;-) Danke Matthias für Deine Begleitung! 

 

Fazit: Das Laufwochenende war wirklich eine tolle Erfahrung!

 

Total: 84.4km (42.2km pro Tag) mit 4200Hm (1.Tag 2000hm, 2.Tag 2200 Hm)

 

100km Biel 2017

Bericht von Ronnie:

 

 

Am Freitag, den 9. Juni war der Start – wie gewohnt um 22:00 Uhr – zum diesjährigen 100km Lauf in Biel.

 

Wir waren schon etwas vor dem Start dort und haben hier viele Freunde getroffen.

 

Der Startschuss fiel und es ging los, für mich dieses Mal nicht ganz alleine... Da Samira momentan nicht rennen kann, hatte sie sich als „mein fahrender Verpflegungsposten“ zur Verfügung gestellt.

 

Wir liefen wie gewohnt, durch die Nacht, diesmal sollte die Nacht trocken und angenehm warm werden. Und doch war es nicht gleich, an verschiedenen Orten sollte ich meine Spezialverpflegung erhalten und war so unabhängiger von den Verpflegungsposten.

 

In Lyss bei km 22, warteten dann Samira und Jeff auf mich. Die Verpflegung war auch schon parat. Diese musste nun bis Oberramsern, km 38, reichen.

 

Als ich in Oberramsern ankam, warteten wieder – wie abgemacht – meine 2 Begleiter mit dem Nachschub auf mich ;-) Sehr cool ;-)

 

Bis km 40 war ich gut im Rennen, es lief sich locker und ich konnte die Zeiten einhalten, die ich Samira vorher angegeben hatte.

Danach fingen jedoch meine Oberschenkel an, hart zu werden. Die Anstiege musste ich nun hochlaufen (habe ich ja in Italien gelernt, dass man das so macht ;-) ), da ging nicht mehr viel.

 

Ich erreichte Kirchberg und wurde hier gleich von meinen Begleitern mit der Verpflegung empfangen.

Nun wartete der Ho Chi Minh Pfad im Dunkeln auf mich. Hier verdrehte ich mir das Knie. Sch....

 

Ich versuchte, irgendwie ökonomisch zu rennen, was mir allerdings nicht leichtfiel.

 

Ich erreichte Arch, ein weiterer Punkt, an dem ich mit Samira abgemacht hatte. Sie wartete bereits auf mich und ich erhielt zum letzten Mal meine Spezialverpflegung. Für mich ging es nun weiter alles der Aare entlang.

 

Kurz vor Büren nun hatte ich plötzlich keine Schmerzen mehr im Knie. Juhu!! Ich blickte auf die Uhr und fing an zu rechnen: Wenn ich noch vor 11:00 Stunden das Ziel erreichen wollte, musste ich eine 6:00 Pace halten.

 

Geschafft: 10:57:09

 

Vielen Dank auch für den Support, Samira und Jeff ;-)