Lauf- Berichte

Gondo-Event, Doppelmarathon

Gondo-Event: Doppelmarathon:

 

Ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll: Es war ein geniales Erlebnis, mit tollen Helfern, tollen Runners, einer super Organisation, also echt toll!!!

 

Der Gondo-Marathon ist der einzige Zweitages-Doppelmarathon der Schweiz. Gondo liegt ganz hinten einem Tal im Wallis, gleich an der Grenze zu Italien. Aber egal wie weit der Weg ist, dieses Event ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt natürlich auch verschiedene Läufe und nicht „nur“ den Doppelmarathon.

 

Am Freitagabend sind bereits viele Läufer angereist. Man begrüsste sich und suchte sich einen passenden Schlafplatz. Weiter ging’s mit der Startnummernausgabe, Pasta-Party und dann möglichst früh ins Bett, um ausgeruht an den Start gehen zu können.

Am Samstagmorgen ging’s dann von Gondo über den Simplonpass hoch zum Bistinerpass, um dann durch das Nanztal Richtung Ried Brig zu laufen, natürlich mit der obligaten Bachquerung bei der Saltina. (Da es an diesem Tag sehr heiss war, Spitzentemperaturen von bis zu 35°C, war dies eine wahre Wohltat). Schon bei diesem Lauf gab’s eigentlich alles, was das Herz begehrt: Knackige Anstiege, steile Abstiege und sehr schöne Landschaften. Die netten und motivierten Helfer waren die ganze Strecke über für die Läufer da und verpflegten diese ;-)

In Ried-Brig angekommen, gab’s dann erstmal eine Dusche und etwas zu essen. Auch hier gab’s ein feines Znacht und schon bald ging’s zur Erholung ins Bett...

 

Am Sonntagmorgen war der Start zum 2. Marathon. Auch dieser war einfach nur schön: Von Ried-Brig gings über den Schallberg nach Rothwald und dann über den Simplonpass zum Gabi und über den Furggu zurück Richtung Gondo. Diesmal war die Strecke abwechslungsreicher und technisch anspruchsvoller: Ging’s gestern doch vor Allem den Berg hoch, um dann fast 19km nur den Berg runter zu rennen, gab’s heute mehrere An- und Abstiege. Die Strecke war noch schöner als die vom Vortag, die Single-Trails, die Aus-und Weitblicke, einfach genial ;-) Kurz nach Rothwald fand ich einen Laufpartner. Die restliche Strecke sind wir alles zusammen gelaufen, bis ins Ziel... Da es nicht so viele Läufer hat, war man manchmal recht lange ganz alleine unterwegs. Und so schön dies auch ist, gerade am 2. Tag, tut es gut, einfach jemanden an seiner Seite zu haben, um eventuell ein kurzes Schwätzchen zu halten oder einfach auch „nur“ zusammen zu laufen... ;-) Danke Matthias für Deine Begleitung! 

 

Fazit: Das Laufwochenende war wirklich eine tolle Erfahrung!

 

Total: 84.4km (42.2km pro Tag) mit 4200Hm (1.Tag 2000hm, 2.Tag 2200 Hm)

 

 

100km Biel 2017

 

 

Am Freitag, den 9. Juni war der Start – wie gewohnt um 22:00 Uhr – zum diesjährigen 100km Lauf in Biel.

 

Wir waren schon etwas vor dem Start dort und haben hier viele Freunde getroffen.

 

Der Startschuss fiel und es ging los, für mich dieses Mal nicht ganz alleine... Da Samira momentan nicht rennen kann, hatte sie sich als „mein fahrender Verpflegungsposten“ zur Verfügung gestellt.

 

Wir liefen wie gewohnt, durch die Nacht, diesmal sollte die Nacht trocken und angenehm warm werden. Und doch war es nicht gleich, an verschiedenen Orten sollte ich meine Spezialverpflegung erhalten und war so unabhängiger von den Verpflegungsposten.

 

In Lyss bei km 22, warteten dann Samira und Jeff auf mich. Die Verpflegung war auch schon parat. Diese musste nun bis Oberramsern, km 38, reichen.

 

Als ich in Oberramsern ankam, warteten wieder – wie abgemacht – meine 2 Begleiter mit dem Nachschub auf mich ;-) Sehr cool ;-)

 

Bis km 40 war ich gut im Rennen, es lief sich locker und ich konnte die Zeiten einhalten, die ich Samira vorher angegeben hatte.

Danach fingen jedoch meine Oberschenkel an, hart zu werden. Die Anstiege musste ich nun hochlaufen (habe ich ja in Italien gelernt, dass man das so macht ;-) ), da ging nicht mehr viel.

 

Ich erreichte Kirchberg und wurde hier gleich von meinen Begleitern mit der Verpflegung empfangen.

Nun wartete der Ho Chi Minh Pfad im Dunkeln auf mich. Hier verdrehte ich mir das Knie. Sch....

 

Ich versuchte, irgendwie ökonomisch zu rennen, was mir allerdings nicht leichtfiel.

 

Ich erreichte Arch, ein weiterer Punkt, an dem ich mit Samira abgemacht hatte. Sie wartete bereits auf mich und ich erhielt zum letzten Mal meine Spezialverpflegung. Für mich ging es nun weiter alles der Aare entlang.

 

Kurz vor Büren nun hatte ich plötzlich keine Schmerzen mehr im Knie. Juhu!! Ich blickte auf die Uhr und fing an zu rechnen: Wenn ich noch vor 11:00 Stunden das Ziel erreichen wollte, musste ich eine 6:00 Pace halten.

 

Geschafft: 10:57:09

 

Vielen Dank auch für den Support, Samira und Jeff ;-)

 

Passatore 2017

Passatore 2017

 

Für uns zum 5. Mal, für Martin das 1. Mal, reisten wir am Mittwoch in Faenza an. Um 15:00 Uhr konnten wir in unser Stammhotel im Magnolia in Faenza einchecken.

Alles war wie immer und doch anders: Das erste Mal hatte heute Valentina frei, die Hotelbesitzerin, somit wurden wir von einer anderen Mitarbeiterin in Empfang genommen. Auch hatten wir diesmal ein Dreibettzimmer, somit hatten wir keinen Balkon (das Picknicken nach dem Lauf auf dem Balkon ist für uns schon fast zur Tradition geworden.) Auch der Parco Bucci in Faenza war wegen Unterhaltsarbeiten geschlossen.

 

Gleich nach der Zimmerübernahme machten wir uns auf den Weg zur Startnummernausgabe. Hier sprach eine Helferin sogar Deutsch ;-)

 

Der Tag X kam: Auch hier war alles anders: Wir frühstückten im Zimmer und gingen zu den Bussen. Hier waren die ersten zwei Busse bereits voll und wir mussten auf den nächsten warten. Wegen der vielen Teilnehmer gab es dieses Jahr 8! Busse für den Läufertransport von Faenza nach Firenze.

 

In Firenze angekommen, trafen wir auch einige bekannte Gesichter. Man unterhielt sich kurz und probierte, sich möglichst im Schatten aufzuhalten. Das Thermometer war bereits wieder auf über 30°C gestiegen.

Um 15:00 Uhr war unser Start zu dritt mit 2700 anderen Läufern.

 

Bei km 25 musste ich dann mal... (muss halt auch sein ;) ) Dabei hab’ ich wohl ein Loch auf der Matte übersehen und machte einen Misstritt... Mir wurde schlecht, das Fussgelenk schwoll an.... Wir machten weiter und wechselten auf Walking...

 

Bei der ersten Kontrollstation trennte sich Martin von uns, er war voll Energie und bei mir ging’s nur noch langsam voran. Ronnie blieb bei mir. Ich wollte es mindestens bis auf den Passo Colla probieren, aber eigentlich dachte ich gar nicht daran, aufzugeben. Schliesslich fahren da so viele Krankenwagen umher, ich hätte einfach auf den Boden sitzen müssen und schon hätten die mich mitgenommen...

 

Nun ging’s langsam weiter auf den Pass, der Schmerz beruhigte sich etwas, war aber bei dem 100km Lauf mein ständiger Begleiter... Die Temperatur wurde angenehm kühl. Auf dem Pass packten wir ein paar warme Kleider zusammen und weiter ging’s. Diesmal probierte ich den Pass runter ganz langsam zu joggen... Dies ging ca. 10km gut... Trotz Walking kamen wir relativ gut voran.

Die Nacht war sternenklar, aber hinten im Tal nicht kalt, sondern angenehm kühl (normalerweise ist es in dem Tal hinten richtig kalt)...

 

Bald kamen wir zur dritten Kontrollstation in Marradi... Es machte pip pip und weiter gings.

 

Bei km 80 machte nun auch noch mein Magen dicht... Ich konnte nichts mehr essen, von allem kam der Würgereflex... tolles Gefühl, wenn man weiss, dass man noch 20km vor sich hat...

 

Irgendwann kam dann aber der Kreisel mit dem Passatore, es fehlten nur noch 2km... Irgendwie haben wir es ins Ziel geschafft... Nun hiess es noch die Urkunde, den Wein und ganz wichtig: Die Keramikteller für unser 5. Mal finishen in Empfang nehmen!!!

 

Ronnie hat mich super unterstützt! Danke Dir!

 

Auch von den Happy Runners erhielten wir eine tatkräftige Unterstützung: Mitten in der Nacht ertönte nach dem Pass plötzlich Musik und die lauten „Anfeuerrufe“ der Happy Runners... So schön ;-)

 

Fazit: Der Schmerz geht, der Stolz bleibt, irgendwie geht’s immer weiter ;-)

Total haben dieses Jahr 2193 Läufer den Passatore gefinisht.

Pacemaker am IWB Basel Marathon vom 25.09.2016:

Unser Tag bei uns zwei Marathonis fing bereits um 3:00 Uhr früh an. Treffpunkt für die Pacemaker war um 7:30 vor dem St. Leonard-Schulhaus in Basel. Kurz vor 7:00 Uhr waren wir bereits da und fanden bereits Andy, den Pacemaker-Chef in voller Rennmontur vor.

15 Minuten vor dem Start gab’s dann das obligatorische Pacemaker-Foto ;-)

 

Der Start war pünktlich um 8:30 Uhr und das bei herrlichem Wetter!

 

Ronnie war als Pacer für die Zielzeit von 3:45 Stunden unterwegs, ich für 5:00 Stunden ;-)

Ronnie hatte die ganze Zeit über Bauchschmerzen, konnte aber trotzdem noch etwas den Lauf geniessen. Bei km 39 kam zu seiner Truppe noch ein griechischer Staatsbürger hinzu. Er erzählte, er sei extra nach Basel gekommen, nur um den Marathon zu machen. Wow!!!

Dieser konnte dann aber kurz vor dem Ziel noch davonziehen.

 

Bei mir hinten lief’s wie geplant, das einzige Problem war, dass wir sehr oft und viel einfach nur unter uns Pacern gelaufen sind... Unterwegs haben wir zwar schon immer wieder ein paar Leute aufgegabelt, aber für die waren wir zu schnell, so dass wir wieder alleine liefen. Aber zum Schluss konnten wir doch noch zwei motivieren, mit uns bis ins Ziel zu laufen ;-)

 

Ein herzliches Dankeschön an den LSV-Basel für die gute Zeit und die supertolle Organisation. Äs het mega gfägt mit Öich ;-)

Weissensteinlauf 28.08.2016

 

 

Obwohl dies nicht mehr so unsere Distanz ist, wollten wir – bzw. ich – unbedingt einen Lauf der Juratoptour absolvieren. Der Weissensteinlauf gilt als einer der härtesten von der Juratoptour und dies zu Recht. Der Lauf ist „nur“ 14.1km lang, aber mit seinen +1020 Höhenmetern nicht ganz ohne.

 

Wie für uns „normal“ bei der Juratoptour standen wir bereits um 8:00 Uhr vor der Kantonsschule (Start war erst um 10:13/10:16). Hier wurde dann noch etwas geschwatzt, es hatte ja auch immer noch ein paar bekannte Gesichter. Auch kamen noch ein paar neue Bekanntschaften hinzu...

 

Heute zeigte sich der Weissenstein mal in seiner wahren Pracht: Der Lauf fand unter guten Laufbedingungen statt. Die Sonne lachte uns schon früh am Morgen an und es war wirklich ein herrliches, heisses Sommerwetter ;-)

 

Für Ronnie erfolgte der Start um 10:13 Uhr. Auf der ersten Streckenhälfte hatte er ziemlich Mühe. Danach lief es für ihn besser und er hatte auch ein besseres Körpergefühl.  Er meint, er sei zufrieden mit dem heutigen Tag ;-)

 

Bei mir lief es auch besser als gedacht. Ich konnte meine persönliche Bestzeit verbessern J.

Was noch viel wichtiger war: Heute hat es mir endlich wieder einmal so richtig Spass gemacht, an einem Wettkampf teilzunehmen ;-)

 

Da der Lauf mit seinen 14,1km doch etwas kurz ist, haben Ronnie und ich dann natürlich auch den ca. 7km langen Abstieg über Stiegenlos (steilste Strecke) und wieder durch die Verenaschlucht zurück zur Kantonsschule in Angriff genommen, um aus unserem Wettkampf doch noch ein paar Kilometer mehr rauszuholen.

E101 – Das grosse Abenteuer in Grindelwald (16.7.16):

Meine Geschichte ist schnell erzählt:

Nachdem gemeinsamen Frühstück um 2:30 Uhr morgens ging’s an den Start vom E101 um 4:30 Uhr.

Ronnie stand weiter vorne ein, Martin und ich weiter hinten.

 

Zusammen mit Martin ging’s dann bis zur grossen Scheidegg. Auf dem Weg dorthin sahen wir noch den wunderschönen Sonnenaufgang in den Bergen.

Hier musste ich Martin bereits ziehen lassen, er war heute für mich viel zu schnell.

 

Vom First gab es diesmal noch die extra-Runde für alle E101ner bis nach Bort und über den Waldspitz zurück zum First. Kurz vor dem First kam dann noch der Cliff Walk... Cool ;-)

 

Auf dem Weg zur Fernandes Hütte waren bereits einige Schneefelder zu durchqueren. Cool ;-)

 

Das Faulhorn war auch in weiss gehüllt. Der Aufstieg ging schnell voran. Oben, auf dem Faulhorn musste ich dann ca. 30 Minuten warten, bis wir den Verpflegungsposten durchqueren konnten, es hatte einfach zu viele Läufer...

Wir hatten übrigens Geissen, die uns von der Bussalp an nachgelaufen waren und uns bis zur schynigen Platte verfolgten ;-) Den Bauern freute dies allerdings weniger...

Beim Trail abwärts vom Faulhorn passierte es dann: Ich rutschte aus und fiel hin.

Rennen ging nicht mehr, nur noch walken. Bergab ging’s nur noch sehr langsam, bergauf war kein Problem... Bei der Schynigen Platte entschied ich mich darum, aufzuhören.

Somit war das grosse Abenteuer E101 für mich nach nur 43km bereits auch wieder vorbei...

 

 

Bei Ronnie lief es besser. Bis zur grossen Scheidegg wurde er in der Schlange aufgehalten. Danach konnte er ziehen, hatte aber bis Burglauenen Mühe das Tempo zu finden. Er kam einfach nicht in Schwung. Dies gab ihm ziemlich zu denken. Nach einem Teller Penne entschied er sich dann, weiter zu machen. Er strich seine Wunschzeit und legte den Fokus nur noch auf’s Finishen. Bei km 55 traf er auf Martin, der von hinten kam. Sie haben dann zu zweit weitergemacht.

 

Am Rand wurden die beiden immer wieder von den Verwandten von Martin angefeuert.

Auf der Gletschermoräne bei der kleinen Scheidegg sahen die beiden eine Menge Steinböcke, die im Weg standen.

 

Nach 21:49:17 Stunden war dann das Ziel endlich erreicht.

Fazit von Ronnie: Es gibt immer einen Weg ins Ziel.

 

100km del Passatore 2016

100 Km del Passatore 2016

Wir sind bereits am Mittwoch im Hotel angekommen, um so noch etwas Zeit zum An klimatisieren zu haben. Die Zeit nutzten wir, um uns noch etwas am Meer und auch im Park zu entspannen.

Der Start war vorgesehen für den Samstag um 15:00 Uhr.

Am Samstagmorgen hiess es dann um 5:00 Uhr aufstehen, Frühstücken und dann um 7:15 Uhr mit Sack und Pack zum Palestra G. Lucchesi zu walken (ca. 3km). Von hier aus fährt dann ein Car die Läufer nach Firenze. Auf dem Weg dorthin, kam uns noch Andrea entgegen, war so schön, ihn mal wieder zu sehen ;-)

Um 8:30 Uhr fuhr dann der Pullman mit den Läufern los, mit in unserem Car die Siegerin vom Jahre 2014, Marija Vrajic. Dieser Chauffeur wusste genau, wo er durchfahren musste (letztes Jahr fuhr der Chauffeur in Firenze einige Umwege…) und so kamen wir ca. um 11:30 Uhr am Piazza della Signorina in Firenze an.

Bereits bei unserer Ankunft war es sehr heiss, ca. 28°C. Wir installierten uns in einer Seitengasse, die uns ein bisschen Schatten spendete (hier im Zentrum von Firenze gibt es keine Garderoben oder Sporthallen, (ich habe einmal beim Organisator nachgefragt warum, er meinte, weil wir hier mitten in der Stadt seien…). In dieser Gasse war auch Nick Accardo, einer der Top-Läufer aus den USA. Nick kam zu uns, als er sah, dass ich Brooks Pure Flow an hatte und meinte, eventuell sei sein Runningschuh (Brooks Hyperion, kommt erst im Herbst 2016 auf den Markt) auch etwas für mich. Ich durfte den Schuh mal anfassen und konnte mich wirklich für diesen leichten Schuh begeistern. Als er mir dann sagte, dieser Schuh käme erst im Herbst auf den Markt, war ich schon etwas enttäuscht. Als ich ihn fragte, warum er diesen Schuh schon habe, meinte er, er gehöre zur amerikanischen Elite und dürfe ihn testen… Wow. Ich fragte, warum er sich denn für diesen Lauf entschieden habe. Er meinte, er müsse seine Zeit noch bis zum 1. 6. Laufen, damit er sich für die Meisterschaft in 100km noch qualifizieren könne, so habe er sich für diesen Lauf entschieden, der Passatore sei ja ein schneller (?) Lauf…

Um 15:00 Uhr war der Start in der Via de‘ Calzaiuoli. Um 14:45 Uhr war das Briefing. Alle Läufer wurden durch eine Gasse umgeleitet, da einige Top-Runners bereits eingestanden waren. In der Gasse traf ich auf Paolo Bravi, dem Captain der italienischen Nationalmannschaft und erhielt von ihm noch ein „grande Bocca al Lupo“ ;-). Nun konnte das Rennen ja nur noch gut gehen ;-)

Am Start standen wir zusammen mit Andrea, Nino, Martina und Lilly. 31°C am Start, die Schweizer kochten…

Unsere Renneinteilung mussten wir schon am Anfang ändern und das Tempo rausnehmen (ich wäre sonst bei dieser Hitze kollabiert!!!) Bis Mitte Rennen war es also sehr langsam und mühsam… Wir Schweizer waren aber nicht die einzigen, der die Hitze zu schaffen machte.

Normalerweise sind bei diesem Rennen die Verpflegungsposten sehr gut durchorganisiert. Es fehlt einem an nichts und es hat alles was das Herz begehrt. Dieses Mal war alles anders. Am Start gab es einen neuen Rekord der Läufer (2795 Stück). Der erste Verpflegungsposten wurde komplett überrannt. Wenn man noch einen Becher Wasser ergattern konnte, konnte man sich glücklich schätzen. Leider war es nicht nur der erste Verpflegungsposten, sondern auch weitere Verpflegungsposten, die komplett ausgeschossen waren. An einem Verpflegungsposten gab es nur noch Kaffee und Zuckerwürfel… (wir befanden uns nicht etwa bei den letzten Läufern, sondern im Mittelfeld!!!) Normalerweise sind die Italiener an den Rennen sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Dieses Jahr ging’s bei den Verpflegungsposten ab, ein bisschen wie im Zoo, wenn man den Löwen das Futter vorwirft…

Auf dem Pass angekommen, wechselten wir die Kleidung (hier oben waren es nur 5°C, was nach 31°C schon ziemlich kalt war. Nach ein paar km durch die Nacht, war dann allerdings für uns bereits wieder T-Shirt Zeit.

Momentan lief es sich sehr gut, die Kälte tat unserem Kreislauf gut und die Nacht forderte noch nicht ihren Tribut. Schnell erreichten wir Marradi (km 65). Dies ist bei den Italienern die „Angststelle“, hier geben viele das Rennen vorzeitig auf, weil es zu anstrengend wird…

Zwischen km 70-80 hatten wir dann etwas muskuläre Probleme (die km von vor zwei Wochen forderten ihren Tribut und auch die Nacht drückte bei mir nun schwer auf die Müdigkeit und der Verpflegungsposten hatte keinen Kaffee mehr!!!)

Endlich erreichten wir Brisighella. Von hier aus sind es „nur“ noch 12km bis ins Ziel. 12km können aber sehr lang sein. Dazu kommt die sehr langweilige Strecke am Schluss: Keine Hügel mehr, nur noch eine flache Strasse einfach gerade geradeaus…

 Bei Sonnenaufgang erreichten wir dann endlich das langersehnte Ziel in Faenza ;-) Arrivati ;-)

Hier noch ein paar Zahlen:

Läufer am Start: 2795 davon 390 Frauen, Finisher: 2037, davon 290 Frauen ;-) Gemäss Organisator: +/-1000 hm, gemäss unseren Suunto-Uhren: ca. 1300 hm…

Ultrabielersee XXL Freitag, 13.5.16

 

Endlich war es so weit und wir konnten zum Briefing für den XXL – 100 Meilen Lauf 4x um den Bielersee gehen.

Total waren dieses Jahr 12 Läufer dabei, was für diesen Lauf schon richtig viel ist ;-)

Bei dem Lauf gab‘ s nur einen Verpflegungsposten bei der Lago Lodge, ansonsten war der Lauf auf Selbstversorgung ausgelegt. Dafür konnte man Christoph vor dem Lauf noch seine Extra-Verpflegungs-Wünsche bekannt geben.

Um 17:00 Uhr war der Start. Alle Läufer starteten bewusst langsam, für einmal hatte man ja wirklich viel Zeit für den Lauf.

Das schöne war, das wir die erste Runde noch alle im Hellen laufen konnten, die 2. Und 3. wurden dann in der Nacht gelaufen.

In der Nacht hörten wir viele quakende Frösche, auch Eulen und Fledermäuse waren einige unterwegs. (Mir ist eine Fledermaus direkt in die Lampe geflogen…)

Bei Ronnie lief’s die ersten 90km gut, danach bekam er Magen-Probleme und hat die 3. Runde noch fertig gemacht, ohne sich dabei zu verpflegen. (total 75 Meilen.)

Bei mir war die erste Runde wirklich gut, danach fingen bei mir zuerst Magen-Darm-Probleme an (ging ja noch). Die 3. Runde wollte ich deswegen „durchwalken“, um wieder etwas Kräfte zu sammeln und damit sich das Ganze wieder beruhigen konnte… Bei km 100 kamen dann noch starke Rückenschmerzen dazu, so, dass ich für die 5km von Erlach nach La Neuveville total fast 2 Stunden gebraucht habe. Ich habe dann in La Neuveville abgebrochen und bin mit dem Zug zurück zum Start. (total 65,25 Meilen).

Nach dem Lauf haben wir beim gemütlichen Zusammensitzen mit den anderen Teilnehmern ein bisschen die Eindrücke ausgetauscht (Ultra-Family halt ;-) ) Wahr ein toller Nachmittag ;-)

Danach sind wir mit dem Sieger vom Ultra-Bielersee der Siegerin vom Ultra-Bielersee entgegen gelaufen, um sie die letzten 2.5km ins Ziel zu begleiten.

Der Lauf wurde von Christoph und Esther wieder super organisiert. Wahnsinn, wie die beiden das machen J

 

Muttenz-Marathon, Sonntag, 24.4.2016

 

 

Zuerst wurde mal ausgiebig mit unserem Besuch gefrühstückt. Um 8:30 Uhr ging’s dann mit dem Auto Richtung Muttenz. Das Wetter war bis nach Zürich nicht sehr schön, viel Schnee, viel Regen, richtig kalt...

Katherine meinte, es sei besser für uns, wenn das Wetter so bleiben würde, da dann eventuell noch ein paar Läufer einfach nicht erscheinen würden und wir somit eine bessere Klassierung erreichen würden. Schliesslich lassen sich Ultraläufer ja nicht vom Wetter abschrecken ;-)

 

Um 10:00 Uhr konnten wir die Startunterlagen holen und sahen schon gleich ein paar bekannte Gesichter, Sandra, Jana, Martin, Marc und natürlich auch Michi. So schön !

 

Der Start war um 11:30 Uhr. Das Wetter war trocken, nur noch leicht bewölkt. Bei der 1. Runde kam dann sogar die Sonne hervor und es wurde richtig heiss.

 

Ronnie hatte viel Wind in der ersten Runde, er war wahrscheinlich einfach zu schnell... Also wir hatten echt keinen Wind, sondern ein Traumwetter ;-)

 

Bei Runde 2 kam der erste Aufstieg und auch für Ronnie hörte der Wind auf. Bei km 30 hatte er etwas Magenprobleme (Verpflegung?) Die Aufstiege liefen gut für ihn, aber bei den Down-Hills war er etwas vorsichtig.

 

Er hat das Ziel in einer super Zeit erreicht.

 

Bei mir war es wohl der erste Marathon, bei dem ich nicht sicher war, das Ziel zu erreichen. Aufgrund eines Autounfalls war es schwierig, dies genauer sagen zu können. Danke an Michi für Deine Unterstützung und Dein Verständnis.

 

Martin, Jana und ich sind zusammen gestartet und dicht hinter Katherine geblieben. Nach der ersten Runde ist Katherine dann alleine weiter, wir sind etwas ruhiger gelaufen als sie.

Nach der 2. Runde lief ich dann nur noch mit Martin, dies allerdings bis zum Schluss.

Nochmals ein Merci an Martin ;-) Unterwegs kam dann noch ein Schnee-Regen-Hagelschauer, die Jacken hatten wir natürlich abgegeben...

 

Diesmal war es schon etwas ganz Besonderes, das Ziel beim Marathon zu erreichen ;-)

 

Der Lauf war super organisiert, die Läufer wurden super angefeuert ;-) 

Valentinsgeschenk für Ronnie und mich – Val Maremola Trail in Tovo San Giacomo IT

Valentinsgeschenk für Ronnie und mich – Val Maremola Trail in Tovo San Giacomo IT

 

An dem Valentinstag dieses Jahr wollten wir etwas Spezielles machen, etwas das beiden Spass macht und nichts mit den üblichen Valentinstagsgeschenken zu tun hat.

 

Der Val Maremola Trail in Italien kam da genau richtig. Ein Trail, der zum Strong Wild Trail Cup gehört. Gemäss Höhenprofil hat er mehrere Anstiege, die aber nie weiter hoch als 300 Meter übers Meer gehen.

 

Am Samstag reisten wir an und bezogen unser Zimmer. In dem Hotel durften wir uns sogar aussuchen, welches Zimmer wir haben wollten Cool Auch betreffend des Frühstücks durften wir uns die Uhrzeit aussuchen. Top Service Wild

Am Abend wollten wir eigentlich etwas Gutes essen gehen. Irgendwie fanden wir in dem Dorf kein Restaurant. Darum wurde das Abendessen kurzerhand im Dorflädeli eingekauft.  

 

Dank dem Tipp vom Hotelier konnten wir die Startnummern bereits am Abend holen (gemäss Ausschreibung hätte man diese erst am Renntag ab 7:30 Uhr holen können). Die Organisation war schon bei der Startnummernausgabe top. Noch etwas die Stände angeschaut und schon ging’s zurück ins Hotel. Hier wurden die Sachen für morgen parat gemacht und noch etwas relaxt.

 

Der Start war um 9:00 Uhr. In der Nacht hatte es geregnet, dieser hörte zwar auf, allerdings waren die Pfade ziemlich rutschig. Statt dem Regen gab es für uns nun eine windige Angelegenheit.

 

Da Valentinstag war, haben wir uns vorgenommen zusammen zu laufen. Irgendwie dachten wir aber (warum auch immer) der Start sei um 9:15 Uhr. Wir waren gemütlich am Einlaufen. Plötzlich hörten wir den Speaker rückwärts zählen. Also waren wir bereits am Start gestresst und voll Adrenalin. So kam es auch, dass hinter uns nur noch 3 weitere Läufer waren...

 

Schon bald staute es und wir kamen nicht mehr wirklich vorwärts. Das Überholen war teilweise schwierig, teilweise unmöglich.

 

Der Weg war gut markiert, mit Fähnchen, Pfeilen und Orangen und Mandarinen. Die hätten wir gerne auch gegessen {#smileys123.tonqueout} Die Orangen und Mandarinen lagen immer als „Kurvenkennzeichner“ am Boden...

 

Obwohl wir uns jeweils nur auf einer Maximalhöhe von 300 Metern befanden, gab es Trails vom Feinsten. Teilweise waren die Auf- und Abstiege mit Seilen und Ketten gesichert. Der Weg führte über Single-Trails (90%) mit Weit- und Tiefsicht Ha haüber eine teils steinige, teils matschige, teils auch sehr felsige Landschaft. Wir durchquerten auch Olivenplantagen. Ein Traum.

Die Aussicht war phänomenal, auch wenn das Wetter nicht ganz so schön war: Die Landschaft, das Meer, einfach toll...

 

Das Ganze war top organisiert. An jeder Stelle, an der man sich irgendwie hätte verlaufen können, standen Helfer, die einem den Weg wiesen und ein nettes Wort für einen übrig hatten. An den wirklich steilen und schwierigen Stellen warteten Samariter von roten Kreuz, um teilweise ihre Hilfe anzubieten.

 

Ein wirklicher Geheimtipp, für alle, die Trails lieben. 

27km 

+/-1699 Hm

Transruinalta, 42,195km +/-1800 Hm, 24.10.2015

Am Freitagnachmittag kamen wir bereits in Thusis an. Das Wetter war einfach herrlich, sonnig, warm und um die 15°C. Wir hatten uns für eine wirklich tolle Gastfamilie entschieden, herzlichen Dank nochmals für alles!!!

 

Am Samstag hiess es für uns um 4:00 Uhr aufstehen, es galt noch einige Vorbereitungen zu treffen. Um 5:00 Uhr gab’s ein sehr schön hergerichtetes Frühstück. Dann machten wir uns langsam auf den Weg, ins Dorf hinunter, um mit dem Shuttle-Bus von Thusis nach Ilanz zu gelangen.

 

Kaum in Ilanz angekommen, ging’s gleich weiter Richtung Startnummernausgabe mit Materialkontrolle. Wir trafen hier viele bekannte Gesichter.

 

Ronnies Start war bereits um 9:46 Uhr, meiner dann erst um 10:07 Uhr.

Ronnie hatte eine „Mega-Krise“ zwischen km 20 und km 30 und hatte dadurch viel Zeit verloren. Er hat seinen Puls nicht mehr hochgebracht (mal was anderes im Gegensatz zu mir)... Eventuell ein Verpflegungsfehler? Nachdem er sich dann gut und ausgiebig verpflegt hatte, liefen die letzten 9km dann auch wieder viel besser. Das Ziel kam in Sicht. Seine Wunschzeit hat er leider verfehlt, meinte aber: „Es war geil!“ ;-)

 

Bei mir selber liefs auch nicht ganz nach Wunsch. Aufwärts hatte ich Atemprobleme und einen viel zu hohen Puls, der sich trotz langsamen „Hochwalken“ nicht runter bringen liess, was das Vorwärtskommen etwas schwierig gestaltete. Naja, ging’s halt mit „Murks“ weiter...

Unterwegs traf ich noch einige Male alte Bekannte. Eine Zeit lang blieb man zusammen, dann trennte man sich wieder. Wie auch schon Ronnie gesagt hat: Es war einfach geil ;-)

 

Fazit: Bündner Berge sind einfach ein MUSS ;-) 

IWB-Marathon Basel, 27.09.2015

 

 

Ich hatte bereits im Frühling einen Startplatz für den IWB-Marathon in Basel gewonnen.

 

Heute war es dann so weit, Start war um 8:30 Uhr in der Freien Strasse in Basel.

Mein Ziel heute: Tempo zwischen 7:30-7:50 min/km (Zeitlimite war auf 5:30 Stunden angesetzt) und einen möglichst tiefen Puls dabei zu behalten...

 

Beide Ziele verfehlt...

Das Tempo konnte ich nicht rennen (schneller oder langsamer ging, aber dieses Tempo wollte nicht gehen...) Den Puls tief zu halten war ziemlich schwierig...

 

Ich schloss mich dann der letzten Gruppe von Läufern und Pacemakern (Zielzeit 5:00 Stunden) an. Eigentlich wollte ich dann nach ca. 5-10km bei ihnen wieder zurückfallen und nochmals probieren, das Tempo zu drosseln. Das Tempo wollte aber nicht runter gehen. Also beschloss ich bei der Gruppe zu bleiben.

 

Dies war dann für den tiefen Puls das aus... Wir hatten hier mega fun (ich glaube, wir waren die einzigen beim ganzen Marathon, die auf der Strecke so viel gelacht und geredet hatten)...

 

Bei km 39 wurde mir von einem der Pacemaker ein alkoholfreies Bier offeriert, da ich bei der Motivation der Gruppe mitgeholfen hätte... Meegaa coool ;-)

 

Zum Schluss bin ich dann etwas schneller geworden, um den zwei Frauen aus unserer Gruppe, die mittlerweile weiter vorne waren, auch etwas alkoholfreies Bier zukommen zu lassen.

 

Zieleinlauf mit einer Bierflasche in der Hand... Naja, manchmal ist’s nicht ganz so wie es scheint... ;-)

 

Total: 42,195 km 

10km Greifenseelauf, 19.9.2015, Bericht von Ronnie:

Ich wollte meine 10km Zeit ein bisschen verbessern. Also ging’s heute Morgen mit dem Zug gemütlich Richtung Uster. Um 11:00 Uhr waren wir bereits bei der Startnummernausgabe (Samira begleitete mich heute nur, selber hatte sie kein Rennen, hatte aber morgens schon 2:20 Stunden trainiert).

Wir genossen die Atmosphäre und flanierten auf dem Event-Gelände. Hier hatten wir eine wirklich coole und gute Laufschuhberatung beim Adidas-Stand.

 

Nun war es 12:30 Uhr, es ging noch 1 Stunde bis zum Startschuss. Da der Start ca. 20 Minuten vom Event-Gelände entfernt ist, ging’s nun ab zum Start. Da es sehr viele Teilnehmer/Teilnehmerinnen hatte, gab es verschiedene Startblöcke. Mein Startblock war der Block Nummer 1.

 

Der Startschuss fiel und los ging’s!

Nach nur 1km waren ein paar Läufer/Läuferinnen am Hyperventilieren. Der Platz war – aufgrund der grossen Anzahl Läufer – eher begrenzt und nun musste man auch noch zig-zag-laufen. Das fing ja gut an...

 

Meine Pace, die ich mir vorgenommen hatte stimmte – aber zu welchem Preis? Bis km 5 lief alles wie geplant. Dann wurde das Feld langsamer und das Überholen im Gras zeigte sich als nicht gerade ideal, um das Tempo zu halten. Da ging jeweils ein bisschen Zeit flöten. Die Strecke war sehr kurvenreich. Auch hier merkte man, dass es schwierig war, das Tempo halten zu können.

 

Endlich wieder Asphalt und die letzten zwei Kilometer begannen. Doch meine Beine konnten die verlorene Zeit nicht wieder gut machen.

 

Ziel!

 

Die gewünschte Zeit habe ich leider verfehlt... L

 

Zeit: 0:40:27 Minuten

Rang Kategorie: 18 von 311

Rang Overall: 57 von 1261

 

Bis zum nächsten Jahr, wir sehen uns wieder, Greifenseelauf...

Villeret-Chasseral-Villeret, 5.9.2015

 

Anfang Jahr hatte mich Ronnie dazu überredet, doch auch mal am Villeret-Chasseral-Lauf zu starten. Er hatte dieses Jahr bereits sein 4. Mal und jedes Mal davon geschwärmt.

 

Der Lauf geht von Villeret durch die Combe Grède zur Métairie de Plânes zur Pré aux Auges zur Métairie de Meuringue, an der Creux-de-Glace vorbei zur Métairie petite Douane hoch zur Métairie du Milieu de Bienne. Bei der Vacherie de Nods ging’s dann über einen kleinen Umweg über les Roches hoch zur Antenne vom Chasseral. Hier war dann der höchste Punkt erreicht. Dann ging’s wieder nach unten, nur um dann gleich nochmals bei l’Egasse steil anzusteigen. Nun ging’s über die Métairie de Plânes und die Métairie de Renard wirklich runter, über ein paar Juraweiden und ein paar Pfade bis zurück nach Villeret.

 

Die Organisation ist sehr gut, sehr unkompliziert und freundlich. Auch Deutschschweizer werden sehr herzlich und freundlich empfangen. Der Lauf war super ausgeschildert.

 

Das Wetter heute war ideales Laufwetter für mich: Bewölkt, nicht zu warm (auf dem Chasseral mit ca. 5°C und viel Wind schon fast etwas zu kalt...)

 

Zum Lauf selber ist zu sagen, dass die Strecke sehr schön ist. Sie ist keinesfalls langweilig, sondern sehr abwechslungsreich, mit teilweise steilen, teilweise milden Anstiegen und auch ein paar Pfaden und Juraweiden. Er erfreut sich immer grösserer Beliebtheit (die Läufer kommen aus der gesamten Schweiz, von der Region, Berner Oberland bis hin zum Thurgau war alles vertreten), so, dass es nun auch immer enger wird, gerade bei den schon engen Passagen...

 

Im Ziel gab es dann nebst dem Finishergeschenk und etwas Schoggi ;-) auch noch ein feines Riz Casimir mit Salat... Also konnte man die verbrauchte Energie gut wieder auffüllen.

 

Total: 25,9km

Mit (gemäss Veranstalter) +/- 1000 Höhenmeter. 

Thuner Stadtlauf, Samstag, den 15.08.2015

 

 

Ich hatte auch für diesen Lauf einen Startplatz gewonnen. Ronnie erklärte sich bereit, wieder Pacemaker zu spielen, nachdem er am Freitag einen Longjogg von 35km absolviert hatte.

 

Wir machten uns frühzeitig auf den Weg. Bereits bei unserer Ankunft in Thun regnete es leicht. Vom Bahnhof zum Rathaus, wo es die Startnummern gab, mussten wir uns durchfragen, leider war nichts angeschrieben.

 

Hier konnten wir dann die Startnummern fassen. Wir machten uns auf dem Weg zur Garderobe. Auch diese mussten wir suchen.

 

Um 18:30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Start. Dies war sehr gut ausgeschildert. Hier wurde eingelaufen und dann auf den Startschuss um 19:20 gewartet. Wir starteten im 2. Block. Es waren 626 Herren und 316 Damen am Start.

 

Der Startschluss viel und die sehr kurvenreiche Strecke wurde in Angriff genommen. Bei km  gab es durch die Treppe hoch zum Schloss die einzigen Höhenmeter der Strecke (ca. 40). Hier mussten wir laufen, ein Durchkommen war schlichtweg nicht möglich.

 

Schliesslich kam das Ziel in Sicht. Mein Ziel, unter die 50 Minuten zu laufen, hatte ich erreicht. Mit einer Zeit von 49:23.0 Minuten erreichten wir das Ziel ;-) 

Thyon-Dixance, 2.8.15

Da wir dieses Jahr am Rochers-de-Naye gestartet waren, wollten wir auch den Partner-Lauf Thyon-Dixance in Angriff nehmen. Das Datum war für uns etwas unvorteilhaft gewählt, nur zwei Wochen nach dem E51 vom Eigerultratrail hiess es nun wieder einen Berglauf in Angriff nehmen. Das Gute daran: Er war „nur“ 16km lang, mit „nur“ +700/-350 Hm gemäss den Organisatoren. (Gemäss meiner Suunto waren es +791/-511 Hm)

 

Um 4:00 Uhr heute Morgen klingelte bereits unser Wecker (grrr), wir mussten die Fahrt ins Wallis mit dem Auto antreten, da wir sonst nicht rechtzeitig zum Start in Thyon 2000 gewesen wären.

 

Um 8:15 Uhr standen wir dann bereits in Thyon 2000. Alles war in dichten Nebel gehüllt. Es war momentan richtig kalt. Irgendwie war alles ein wenig komisch angeschrieben, so dass wir etwas suchen mussten, bis wir die Startnummernausgabe und dann auch schliesslich die Garderobe gefunden hatten.

Auch die Startnummernausgabe war etwas speziell geregelt: Bereits ab 6:30 Uhr konnte man die Startnummern abholen, allerdings dann „nur“ bis um 8:30 Uhr. Danach wurde die Türe geschlossen und man konnte die Startnummern erst wieder ab 9:00 Uhr holen, wie uns die Dame in ziemlich unfreundlichem Ton mitteilte. Schwups war die Türe wieder zu und wir warteten im Nebel. Um 9:02 Uhr durften wir dann endlich die Startnummern in Empfang nehmen.

Am Start war es bewölkt, aber bereits etwas wärmer. 477 Läuferinnen und Läufer standen bereit, um die Strecke in Angriff zu nehmen. Die ersten 2km gab es noch ein Gerangel und leider auch den einen oder anderen Ellenbogencheck. Schon bald folgte der erste Single-Trail. Weder Ronnie noch ich konnten das Wunschtempo aufgrund der vielen Läufer halten. Wir wurden in den Konvoi gezwängt, vorbei war’s mit dem schönen Tempo.

 

Die Strecke war ziemlich technisch, ein ewiges rauf und runter (wobei mir (Samira) das „Rauf“ etwas fehlte, es gab nur 2 steile Anstiege, etwas wenig für einen Berglauf), zog sich meist über Single-Trails, teilweise über Geröllfelder, Bäche und natürlich auch über ein paar Bergwanderwege. Ronnie hatte es sich etwas anders vorgestellt. Er hatte sich vorab ein paar Videos vom Lauf angeschaut. Hier konnte man vermehrt die breiten Wege sehen, also dachte er mehr an die breiten „Autobahnen“.

 

Bei Ronnie wurde es nach 10km langsam hart, da die Beine nicht mehr so frisch waren. Bei mir fing der „Knorz“ bereits nach 8km an, nachdem ich einen Misstritt in einem der Geröllfelder gemacht hatte.

 

Schlussendlich haben wir beide gefinisht, Ronnie hat die 2 Stunden Marke geknackt, dies lag bei mir heute leider nicht drin.

 

Die Strecke fand ich (Samira) super schön, aber wie schon erwähnt, hätte es mehr Aufwärtspassagen für mich geben dürfen. 

100km Lauf von Biel, Bericht von Samira (12./13. Juni 2015)

Heute stand der zweite 100km Lauf an. Nach nur 2 Wochen Erholungszeit, starteten wir heute beide in Biel, jeder für sich.

 

Bis Aarberg gings heute ziemlich gut. Danach kam ich irgendwie nicht mehr richtig vorwärts. Ich bekam starke Bauchkrämpfe. Die km bis Oberramsern, (km 38) zogen sich in die Länge. Für die ersten 38km benötigte ich sage und schreibe 5:11:38!!! Mein Körper fühlte sich, als hätte er schon 100km gemacht und es war noch lange kein Ende in Sicht. Ich muss zugeben, an diesem Punkt spielte ich mit dem Gedanken, einfach in den Bus zu steigen und aufzugeben.

Ich zwang mich, einfach weiter zu gehen, die Nacht tat noch ihren Rest dazu: Sehr langsam begab ich mich auf den 18km langen Weg zur nächsten Zeitmessung in Kirchberg. Ich sagte mir, wenn es in Kirchberg, bei km 56 nicht besser gehe, könne ich hier immer noch aufhören. Ausserdem hätte ich meinen Sack  mit Wechselkleidern ja auch nach Kirchberg gegeben, somit müsse ich diesen ja unbedingt abholen.

 

So gegen 4 Uhr morgens kam dann endlich die langersehnte Besserung. Ich konnte sogar wieder joggen. Bei km 50 waren bereits 7:36 Stunden vergangen. Ich wusste, dass ich meine Zeit, die ich geplant hatte, nicht mehr erreichen würde. Also gab ich nun einfach mein Bestes. Bei km 50 wusste ich, dass ich den 100km Lauf heute finishen würde.

Ich genoss es nun zu laufen und auch ab und zu ein Schwätzchen mit verschiedenen Mitläufern zu halten.

 

In Kirchberg, wechselte ich meine Schuhe und weiter ging’s. Auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad traf ich noch Eugen, einen alten Bekannten aus meiner Walking-Zeit. Auch er war wieder auf dem langen Weg Richtung Biel unterwegs. Mir machte das Joggen nun wieder richtig Spass, mit einem guten Schnitt ging’s nun weiter bis nach Gerlafingen: Hier machte ich das erste Mal einen sehr doofen Fehler: Ich verpasste ganz einfach einen Wegweiser (effektiv mein Fehler, war unkonzentriert) und rannte 1km in die falsche Richtung, bis ich dann merkte, dass ich ziemlich alleine auf der Strecke war und nun jemanden ansprach. Die Frau meinte, ja ich sei falsch, aber ich sei ja schon bald wieder auf der richtigen Strecke... (naja, bei einer Distanz von 100km nimmt man ja nicht unbedingt gerne noch Umwege in Kauf). Ich ging also auf dem gleichen Weg retour und nahm dann die richtige Strecke. Zu allem Überfluss machte meine Suunto auch noch einen Re-boot, so dass die ganzen Daten bis zu diesem km alle verloren waren.  Ziemlich genervt ging ich nun weiter Richtung Bibern.

 

Von Bibern (km 76) bis Arch ging es mir dann wieder gut, hoch lief ich, runter joggte ich, allerdings schön langsam, schliesslich brauchte ich meine Oberschenkel noch für die geraden letzten 20km.  

 

Endlich an der Aare stellte ich fest, dass diese nicht mehr so lang war, wie ich sie in Erinnerung hatte. Bei km 82 begegnete mir ein Runner, der aus dem Gebüsch hinkte und mich ganz entsetzt fragte, wie weit es noch wäre. Er konnte das eine Bein fast nicht mehr belasten und meinte, er hätte einen Muskel im Oberschenkel, der sich nicht mehr lösen würde. Ich bot ihm meine Hilfe an und massierte ihm den Oberschenkel. Er war überglücklich und entschuldigte sich noch bei mir, dass er meine Zeit beansprucht hatte.

 

Bei km 95 hatte ich langsam echt genug für heute. Ich erhöhte mein Tempo etwas, um möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Dies passte einer Mitstreiterin nicht und wir lieferten uns noch einen heissen Kampf bis km 98, danach war ich vor ihr und konnte dann endlich ins Ziel einlaufen.

 

Distanz: 100km

Zeit: 14:59:07

100km Lauf von Biel, Bericht von Ronnie (12./13. Juni 2015)

 

 

Bis km17 war bei mir alles in Ordnung. Bereits nach Lyss fingen allerdings die Probleme an: Ich bekam Probleme in beiden Oberschenkeln. Die Nacht war für einmal sehr warm, es kühlte nicht richtig ab.

 

Nach Oberramsern (km 38) musste ich zeitweise die An- und Abstiege bis Kirchberg marschieren, um meine Oberschenkel etwas zu schonen.

 

Ab Kirchberg(km 56) kamen dann noch Magenprobleme dazu: Bis ins Ziel konnte ich keine Festnahrung mehr zu mir nehmen.

 

Der Ho-Chi-Minh-Pfad war sehr mühsam zum Rennen. Wegen den vielen Wurzeln, Steinen und Löchern muss man die Beine ziemlich hoch heben.

 

Von Bibern (km 76) bis Arch musste ich marschieren, da es rauf und runter ging.

 

Zwischen Arch (km 80) bis km 95 bin ich abwechselnd gerannt und gelaufen, das Highlight kam dann bei km 95: Hier konnte ich dann endlich Vollgas geben und ganz gelöst ins Ziel rennen (Schnitt von 5:44 min/km. )

 

Distanz: 100km

Zeit: 11:22:31

100km del Passatore 2015, 30-31.5.2015

Dieses Mal war bereits unser 3. Mal, dass wir am 100km del Passatore starteten. Wie immer haben wir in „unserem“ Hotel in Faenza eingecheckt und sind dann mit dem Pullmann nach Firenze transportiert worden. Die letzten beiden Male verlief dieser Transport wirklich top. Dieses Mal kannte sich der Fahrer irgendwie nicht so gut in Firenze aus. So kam es, dass wir eine halbe Stunde lang in Firenze im Kreis fuhren, bis er dann den Weg zum Startareal fand. Dementsprechend kamen dann auch die Ausrufe der Läufer aus dem Bus: So, lass uns endlich aus dem Bus raus, fahr doch endlich, wir verpassen noch den Start…, Mamma Mia, jetzt habe ich den Bahnhof schon zum 3. Mal gesehen etc.

Nachdem wir unser Pick-Nick gegessen hatten, machten wir uns auf die Suche nach unseren Freunden, die direkt nach Firenze angereist waren. Prompt fanden wir auch Pino und seine Schwester. Ausserdem sahen wir auch noch einen alten Bekannten vom letzten Jahr. Die Begrüssung war sehr herzlich und wir verbrachten die Stunden vor dem Start noch zusammen, indem wir etwas die verbleibende Zeit in der Sonne genossen. Es kam dann ein Reporter zuerst zu Pino und interviewte ihn. Ich dachte noch oh Gott, bitte nicht mich… Schon war es zu spät. Er wollte wissen, wie zwei aus der Schweiz auf die Idee kamen, hier zu starten. So kam noch ein kleines Interview zu stande, das auf dem Piazza della Signorina (auf dem wir standen) gleich über Lautsprecher übertragen wurde. ;-)

Dieses Mal sind wir fast so gestartet, wie es das Reglement vorsieht: Gemäss Reglement darf man eigentlich keine Eigenverpflegung dabei haben, da es an den Verpflegungsständen überall Spezialitäten aus der Region gibt. Wir haben diesmal nur ein paar Gels eingepackt. Wasser hatten wir keines dabei, da alle 5km Verpflegung angeboten wurde. Auch gaben wir als Premiere einen Sack mit Kleidern auf den Passo Colla di Casaglia (km 48,5).

Endlich war es so weit und der Start rückte näher. Wir reihten uns ein. Wie immer erzählte zuerst Piri (einer der Gründer vom Passatore) noch etwas, erklärte nochmals gewisse Sachen, wegen dem Chip, der Zeitmessung und der Verpflegung und stellte die Top-Runners vor. Beim Start war es gemäss unseren Suunto-Uhren 32°Celsius!

Nach dem Start hielten wir uns gemäss unserer Abmachung an die Pace. Allerdings bekam ich (Samira) schon bald Probleme mit der Hitze. Verpflegungsposten gab es zur Genüge, allerdings konnte man das Wasser nicht überall trinken. Auf den ersten 32km musste ich bei 3 Verpflegungsposten das Wasser auslassen (bei zweien hatte es Geschmack nach Javel, bei einem schmeckte es nach Gülle). Dies wurde mir dann schon bald zum Verhängnis: Bei km 32 kam dann die erste Zeitmessung. Ich nahm mir dort ein Wasser (gutes Wasser) und bemerkte plötzlich meine Kreislaufprobleme. Also hiess es nun zuerst einmal hinsetzen, wieder Wasserhaushalt auffüllen und etwas warten.

Ganz langsam ging es dann weiter Richtung Passo Colla. Diesmal konnte man nun zum Glück an jedem Verpflegungsposten das Wasser trinken, die Hitze blieb bis kurz  nach Ronta (km 38,7). Langsam ging es mir wieder besser. Also ging’s nun langsam joggend weiter Richtung Pass. Oben dann holten wir unsere Kleider ab, die Organisation war wirklich top. Und weiter ging es diesmal in gutem Tempo nach unten Richtung Casaglia. Da der Abstieg steiler als der Aufstieg ist, hiess es nun gut aufpassen, um nicht zu schnell runter zu rennen und so die Muskeln zu stark zu ermüden. Schliesslich zieht sich der Abstieg von km 48,5  bis km 76,1… Dazu kommt, dass die Berge hier zwar nur gegen die 1000 Meter hoch sind, aber sehr gefürchtet sind, wegen der kalten Temperatur.

Bei km 55,9 habe ich mir dann noch eine kurze Massage gegönnt. Unglaublich, was der Masseur geschafft hat: Seit dem letzten Jahr hatte ich (Samira) Hüftschmerzen, die ich für eine Verspannung der Sehnen an der Oberschenkelmuskulatur hielt (habe auch fleissig gedehnt, geändert hat sich aber trotz Dehnen nicht viel). Ich erzählte dem Masseur, dass mich ein Muskel im Oberschenkel etwas zwickte. Daraufhin meinte er, ah das sei der Ischias. Ich meinte, nein, nur der Oberschenkel. Auf jeden Fall bekam ich das volle Programm: Massage, Trigger-Punkte und Becken gerichtet. Nach 55,9km hatte ich dann keine Hüftschmerzen mehr, das Ziehen im Oberschenkel war auch verschwunden und ich fühlte mich, als hätte ich noch nichts gemacht… Einfach nur wow!!! Grazie tanto ;-)

Auf der zweiten Streckenhälfte hatten wir nun viel Wind und obwohl es 17° war, fühlte es sich an wie zwischen 5-9°. Zum Glück hatten wir ein langes Oberteil dabei.

Die Verpflegungsstationen sind – bis auf das Problem mit dem Wasser- wahnsinnig reich bestückt: Es gab Mortadella-Brötchen, Brot mit Olivenöl, Frischkäse, Piadina, Äpfel, Zitronen, Bananen, Cola, Iso, Wasser mit und ohne Kohlensäure, Bouillon, warmer Tee, Kaffee, Güezi, Schwedenbrote, Pasta, Fruchtsaft, Zucker und Salz (ein wirklich reichhaltiges Angebot, das wir im Training natürlich nicht alles ausprobieren konnten).

Jeder 100km Lauf ist anders: Besonders schön war diesmal der Nachtanfang, der Himmel mit dem Mond und den Sternen oben in den Bergen beim Colla di Casaglia, mit den vielen Wasserfällen und Schluchten und den steilen Felsen bis hinunter nach Faentino (km 60,5km).

Nach einem am Anfang recht schwierigen Rennen und einer kalten Nacht, haben wir dann auch noch das Ziel erreicht. Die letzten 10km haben wir nochmals Vollgas gegeben. Dies hat sich gelohnt, wir haben unsere Zeit um 1 Stunde und 3 Minuten gegenüber dem letzten Jahr verbessert und so eine persönliche Bestzeit gemacht ;-) Im Ziel durften wir dann die Medaillen den Wein in Empfang nehmen.

Total angemeldete Läufer: 2504, total gestartete Läufer: 2415, Finisher total: 1893, davon Männer: 1542, Frauen 351.

Total Strecke: 100km

+ 1325 Höhenmeter, -1336 Höhenmeter, niedrigster Punkt: 43 Meter ü. Meer, höchster Punkt: 916 Meter ü. Meer.

Temperatur: höchster Wert: 32° Celsius, niedrigster Wert: 16,8° Celsius mit sehr viel Wind, gefühlte 5-9° Celsius. 

 

 

50km Ultrabielersee (Bericht von Ronnie) 16.05.2015

Nach dem Auffahrtslauf war es nun endlich so weit und ich durfte auch zu „meinem“ Lauf starten. Nachdem ich die Startnummer gefasst  und ich mich umgezogen hatte, war dann um 9:00 Uhr auch schon Start. Die 100 Starter machten sich auf in ihr Abenteuer.

 

Es gab eine kleine Streckenänderung: Neu führte die Strecke in Hagneck über die neue Schleusenbrücke. Wegen dem Hochwasser wurde auch ein Teil der Strecke umgeleitet.

Die Helfer an den Verpflegungsposten waren sehr motiviert, auf der St.Petersinsel stand dann noch ein bekanntes Gesicht ;-). Die Organisation war wie immer sehr gut, alle waren sehr motiviert.

Auch konnte man wieder seine Eigenverpflegung mitgeben, dies finde ich sehr praktisch.

 

Ab Km 46 musste ich auf die Zähne beissen, aber schlussendlich lief es bei mir nach Plan. Habe auch eine PB gelaufen J

Auffahrtslauf St.Gallen, 14.05.2015

 

 

Ich hatte einen Startplatz zum Auffahrtslauf in St.Gallen gewonnen. Mit Ronnie als Pacemaker (er startet am Ultrabielersee, 50km am Samstag) ging’s heute auf nach St. Gallen. Wir waren viel zu früh vor Ort, konnten gleich unsere Startnummern fassen, genossen noch etwas die Ausstellung und dann auf einem Bänkli das schöne Wetter.

 

Dann kam der Start um 18:30 Uhr. Bis km 20 hatte Ronnie mit mir nicht viel Arbeit als Pacemaker. Danach hat er sich aber als Pacemaker profiliert und hat mich auf dem letzten km nochmals so richtig gestresst. ;-)

 

Insgesamt sind 1895 Läuferinnen und Läufer ins Ziel gekommen,,Wie viele gestartet sind, weiss ich nicht. Darum wurde es teilweise in den engeren Passagen recht schwierig einen Durchgang durch den Pulk zu kommen. Auch bei den Anstiegen war das Durchkommen etwas schwierig, da plötzlich alle extrem langsamer wurden.

Die Strecke war wirklich schön: Zuerst ging es nach St.Gallen zum Klosterplatz, dann wieder aus der Stadt raus und an einem Fluss entlang, durch ein kleines Waldstück. Insgesamt war die Strecke sehr coupiert. Der Veranstalter erwähnt einen steilen Anstieg. Diesen hatte ich etwas vermisst. Auch eine kleine, enge Hängebrücke (mega cool) galt es zu überqueren.

Die Helfer an den Verpflegungsposten hatten alle Hände voll zu tun, haben aber top Arbeit geleistet. Auch die Organisation war sehr gut.

Zwischendurch gab es viel Unterhaltung, durch Musik. Das coolste waren die Alphornbläser, die auf einem kleinem Bärgli mitten im Fluss standen;-)

 

Weniger schön fand ich, dass bei diesem Lauf die Standfestigkeit ein muss ist, dies aber nicht wegen der Strecke... Man musste leider auch öfters mal die Ellenbogen brauchen, um sich zu verteidigen.

 

Total: 21,1km mit +/-228 Hm